Apartment mit zwei Wohneinheiten, Bratislava, Slowakei

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Wir umgestaltet nicht-funktionale Anordnung der Wohnung mit drei Schlafzimmern, so dass sie zu zwei unabhängige Mieter zu dienen. Es gibt zwei Nachtzonen, jeweils mit Schlafzimmer, Abstellraum und Bad mit WC. Zwischen den Einheiten ist eine gemeinsame Eintritts - Tageszone.

Die funktionslose Disposition der Dreizimmer-Wohnung umbauten wir so, dass sie zwei eigenständigen Mietern dienen kann. Die Wohnung hat zwei Nachtzonen, jede hat ein Schlafzimmer, Abstellraum und Bad mit WC. Zwischen den Zonen befindet sich der gemeinsame Eingangsraum und Tagesraum. Der ursprüngliche Grundriss besaß fast 13m2 von unnötigen Fluren, die wir abschafften und die eingesparte Quadratmeter in die Zimmer investierten. Für den Besitzer fügten wir somit 13 Meter zu der nutzbaren Wohnfläche hinzu, was bei dem aktuellen Preis pro Quadratmeter einen „Erlös“ im Wert von 30.000€ bedeutet.

Visuelle Durchdringung der Funktionszonen des Tagesraumes

Das einheitliche Design der Möbel hebt die optischen Barrieren zwischen den Funktionen der Wohnung auf. Die Küchenaufstellung geht visuell in das Wohnzimmer über, aus dem Blick vom Wohnzimmer endet die Wand hinter dem Fernseher erst bei dem Edelstahlrolladen in der Küche. Weiße Türen in das Schlafzimmer verblenden mit dem weißen Belag hinter dem Fernseher und mit den weißen Türen des eingebauten Kühlschranks und der Küchenschränke.

Puristische weiße Küche mit weißen Geräten

Die weiße Küche des Appartements zum Vermieten bildet einen Bestandteil der Tageszone, deshalb gaben wir uns Mühe beim Design. Das Arbeitsbrett mit Spülbecken aus weißem Kunststein und matt-weiße Türen ergänzten wir für Vollkommenheit mit weißen Küchengeräten. In der völlig weißen Küche kommen die Edelstahl-Ergänzungen zum Vorschein – der Digestor und der Rollladen.

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Wandfliesen im zentralen Tagesraum

Belag wirkt exklusiver und ist widerständiger als gewöhnlicher weißer Putz, deshalb entwarfen wir ihn auf alle Wände in der Tageszone. Auf der Wohnzimmerwand ist der Belag aus weißen Paneelen mit integrierten Türen in das Schlafzimmer, der in Küchenschränke übergeht. Der Eingangs- und Küchenteil sind mit grauem Gres-Belag gefliest.

Gres in der Küche und im Vorzimmer

Die Eingangszone und die Küche sind zusammen mit den Badezimmern die am meisten angestrengte Räume, für ihre Verfliesung benutzten wir deshalb das unzerstörbare Gres-Material in dunkelgrauer Farbe, gleich wie in den Badezimmern. Aus den Fliesen, die hauptsächlich funktionell sein sollten, entstand somit ein ausdrucksvolles ästhetisches Element, das optisch die Räume teilt und das Aussehen des Zimmers beeinflusste.

Eingangshalle als Teil des zentralen Raumes

Die Eingangshalle des Appartements bildet mit der Tageszone einen Raum, deshalb entwarfen wir hier Schränke mit ähnlichem Design, wie im Rest des Raumes. Auf der linken Seite befindet sich der Garderobenschrank, der Platz für Mäntel, ausfahrbare Regale für Schuhe, sowie für die Waschmaschine und den Trockner hat. Rechts fängt die Küchenzeile mit Barsitzung.

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Universale Umgebung

Das auf den ersten Blick sterile monochromatische Interieur stimmt universell mit seinen Bewohnern ein und behält das Charisma des Raumes auch bei der Benutzung von jeglichen Accessoires ein. Durch die Abschaffung von Querwänden gelang es uns das Tageslicht in alle Teile der Wohnung zu bekommen und dank heller Materialen konnten wir es dort behalten, der Spiegel vergrößert optisch die Fläche der Glaswand.

Durchleuchtung der Wohnung mit Tageslicht

Die radikale Offenheit des Raumes ermöglichte dem Tageslicht an Stellen zu gelangen, wo früher dunkle Gänge waren. Die Absenz eines Vorzimmers nahm der Wohnung nicht an Qualität weg, da der Raum alle gewöhnliche Anforderungen an ein Vorzimmer erfüllt. Der Garderobenschrank beim Eingang bietet den Einwohnern Platz um ihre Mäntel zu hängen, sowie für ihre Schuhe.

Zentraler Tagesraum

Das Appartement wird zum Vermieten für zwei eigenständige Mieter dienen, dem passten wir den Grundriss an, der keine Gänge enthält. Inmitten der Disposition ist ein gemeinsamer Tages- und Eingangsraum, von dem Türe in die Nachtzonen führen, die gespiegelt gegeneinander stehen. Jedes Schlafzimmer enthält ein Bett, Abstellraum und Hygieneraum.

Transparente Fassade des Tagesraumes

Die Tageszone hat auf der kürzeren Seite eine Glasfassade orientiert in den Innenblock des polyfunktionellen Komplexes. Für eine optische Vergrößerung des Ausblicks entwarfen wir für die Wand beim Esstisch einen Spiegelbelag, der visuell die Länge der Fassade sowie des Raumes verlängert. Für die Gewährleistung von Privatsphäre sind alle Fenster mit Blenden und Vorhängen zu dämmen.

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Einklang von Möbeln mit verschiedenen Funktionen

Um die Eleganz des Zentralraumes zu erhalten, der den Eingangs-, Küchen-, Speise- und auch den Wohnraum beinhaltet, entwarfen wir einzelne Möbelstücke im einheitlichen Stil. Der Schrank im Vorzimmer, die Küchenaufstellung, die Türen zu Schlafzimmern sowie der Wandbelag entwarfen wir auch gleichem Material – weißem mattem Lack.

Wohnzimmer mit flexibler Sitzgarnitur

Die Wohnzimmersitzung besteht aus zwei eigenständigen Textilsofas, die wir als die schönere Lösung als ein Ecksofa betrachten. Die zwei Sofas ermöglichen Änderungen der Winkel an den Hinter- und Seitenstützen, die Sofas können somit auch die Funktion eines gelegentliches Bettes für Gäste einnehmen, ebenso wie des erweiterten Platzes fürs Sitzen am Esstisch.

Raumbeleuchtung

Hängende technische Lichter sind aus der gleichen „Familie“ in der ganzen Tageszone. An Stellen, wo genug Arbeitsbeleuchtung notwendig ist, entwarfen wir Neonlichter, die eine starke Quelle von diffusem Licht bilden, das keine Schatten wirft. Diffuse Quellen ergänzten wir mit Halogen-Punkstrahlern in der Decke, die starke Kontraste bilden und das Interieur gefühlsmäßig wärmer machen.

Spiegelwand

Es ist zwar ein Klischee, aber die Spiegelwand macht den Raum wirklich breiter und in diesem Fall half sie uns einen „Wagon-Effekt“ des Raumes vorzubeugen. Beim Blick von der Eingangstür vermehrfacht der Spiegel die Fläche der Fenster, beim Sitzen am Tisch die Anzahl von Personen im Raum :-) und ermöglicht gleichzeitig von allen Ecken des Raumes fernzusehen.

Tagesraum mit Loggia

Der zentrale Raum des Appartements, von dem die Loggia zugänglich ist, ist für 13 Personen dimensioniert. Die Loggia wirkt trotz der kleinen Fläche geräumig und komfortabel und es passen zwei Sessel und ein Tisch hinein. Die Wohnung befindet sich nahe dem Eingang ins Einkaufzentrum bei dem „Ei“. Im Gegensatz zu anderen Wohnungen auf die Donau orientiert, ist die Wohnung still und ruhig.

Erstes Schlafzimmer des Appartements

Hinsichtlich der Grundrissproportionen des Raumes mussten wir den Abstellraum des ersten Schlafzimmers an dem einzigen möglichen Ort entwerfen – hinter dem Bett. Wegen dem möglichen Gefühl des Umbauens des Kopfes beim Schlaf ließen wir freie Teile rund um das Bett, die als Nachttische dienen. Das Schlafzimmer beinhaltet auch einen Arbeitstisch mit Blick auf die Loggia.

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Arbeitsecke im ersten Schlafzimmer

Jedes von den Schlafzimmern enthält einen Arbeitsort, der aus einem Tisch mit ausfahrbarem Abstellraum und Schubladen für Dokumente besteht. Der Stuhl ist der gleiche wie in der Tageszone, damit man ihn auch beim Esstisch benutzen kann. Den Arbeitsort entwarfen und produzierten wir genau auf Maß, so dass er als natürlicher Bestandteil des Schlafzimmers wirkt und den ruhigen Schlaf der Einwohner nicht stört.

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Abstellraum im ersten Schlafzimmer

Abstellraum im ersten Schlafzimmer des Appartements entwarfen wir so, dass er nicht mehr Platz einnimmt als notwendig. In den unteren Teilen der Möbel inklusive des Bettes entwarfen wir Ausrücker, die wir mit Hinsicht auf Zugang für am meisten komfortabel halten. Die Ausfahrbare Schublade über dem Tisch ist eine atypische Lösung, weil der Inhalt von der Seite zugänglich ist, nicht von oben.

Erstes Badezimmer des Appartements

Weil die Wohnung zum Vermieten gedacht ist, verfliesten wir die Badezimmer komplett, um sie einfach sauber halten zu können. Das schwarz-weiße Design des Bades ist universell und deshalb einfach mit farbigen Accessoires zu ergänzen, nach dem Geschmack der Einwohner. Die Spiegelschränke entwarfen und produzierten wir genau auf Maß dem Raum nach, die Türteilung kommt von der Verteilung der Fliesenspalten.

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Richtiger Entwurf des Verlegplans

In den Badezimmern benutzten wir großformatige Fliesen, die bei einem richtig entworfenen Verlegplan zum Ausdruck kommen. Das bedeutet, dass die Spalten zwischen den Fliesen vom Boden auf die Wände übergehen und im besseren Fall optisch die Wände und den Boden auf gleiche Teile teilen, ohne kleine Zuschnitte an den Seiten. In diesem Bad sind sogar die Spiegeltüren der Schränke den Fliesenspalten nach geteilt.

Zweites Schlafzimmer des Appartements

Das zweite Schlafzimmer im Appartement hat ein eigenständiges Bett mit Nachttischen, einen Arbeitstisch, einen Schrank unter den Fernseher und eine Garderobe. Die graue Tapete an der Wand hinter dem Fernseher wurde von dem Investor anstatt dem ursprünglich entworfenem Belag aus grauem Gres gewählt. Links von dem Spiegel ist die Tür ins Bad mit WC.

Arbeitsecke im zweiten Schlafzimmer

Den Arbeitsort in dem zweiten Schlafzimmer entwarfen und fertigten wir auf Maß aus den gleichen Materialen, wie die restlichen Möbel, deshalb wirkt er natürlich und stört nicht die Atmosphäre des Schlafzimmers. Der Tisch bildet eine Einheit mit dem Schrank unter dem Fernseher. Die Wand hinter dem Fernseher sollte ursprünglich wie das Badezimmer verfliest sein, der Investor entschied sich aber letztendlich den Belag für Tapeten umzutauschen.

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Abstellraum im zweiten Schlafzimmer

Die Betten in beiden Schlafzimmern haben Abstellrau für Schlafdecken unter sich in ausschiebbaren Containern. Diese Art von Abstellraum ermöglich Zugang ohne die horizontale Lage des Bettes zu stören, so dass es zu keiner Verschiebung von Bettbezug kommt, wie bei ausklappbaren Systemen. Die Garderobe hat im unteren Teil Schieben für handlichen Zugriff zum Inhalt.

Zweites Badezimmer des Appartements

Das zweite Badezimmer enthält ein Doppelwaschbecken, WC mit Bidet-Dusche und eine gemauerte Duschecke in einer Ebene mit dem Boden des Raumes. Das monochromatische Design des Belags und des Bodens mach aus dem Bad einen neutralen und universellen Raum, den man nach Geschmack von den Einwohnern anpassen kann. Das saubere Design entwarfen wir so, dass die Reinheit leicht zu erhalten ist.

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Platzierung der Waschmaschine und des Trockners im zweiten Badezimmer des Appartements

Das zweite Badezimmer enthält außer dem WC, einem Doppelwaschbecken und der Duschecke auch die Waschmaschine und den Trockner, die wir ursprünglich in den zentralen gemeinsamen Raum planten, auf Wunsch des Klienten platzierten wir sie in das zweite Bad. Die Geräte entwarfen wir in die Nischen so, dass nur ihre vorderen Paneele zu sehen sind, das Badezimmer blieb somit elegant und sauber.

Fotos: Dano Veselský